08. Juni 2025 Sonnig Sommer 3 min

Uschis Sonntagsbrunch

Uschis Sonntagsbrunch

Ein duftender Morgen

„Wer hat das Fenster offen gelassen?“, murmelte Lara im Halbschlaf.

„Das riecht nach… Melone. Und Minze. Und… Kaffee?“

Oben in der Küche herrschte reges Treiben.

Uschi, im rosafarbenen Kimono mit passender Blume im Haar, schnitt Ananas, Mango, Erdbeeren und etwas Basilikum in hauchdünne Scheiben.
Daneben: feine Müslischälchen, vegane Brötchen, Frischkäse mit Kräutern, Lavendelhonig aus dem Garten, und – zur Überraschung aller – ein kleines Croissant-Türmchen.

„Heute gibt’s alles, was die Seele will“, sagte sie und goss sich selbst einen goldgelben Orangensaft mit Limettenscheibe ein.
Ihre Flip-Flops klackten wohlig über die Küchenfliesen. Alles war weich, duftend, sonnig.


Kroko am Vollautomaten

Kroko, sonst kein Frühaufsteher, hatte sich heute aus freien Stücken gemeldet:
„Ich übernehme den Kaffee. Die Bohnen hab ich gestern Abend frisch gemahlen. Stärkelevel: fünf. Crema wie ein Sonntagsspaziergang.“

Er stand stolz an seinem neuen Vollautomaten, der leise brummte und blubberte.
Mit viel Hingabe zauberte er Cappuccino, Espresso, Americano – und sogar eine Art Macchiato für Mozart („Ich will nur einen Schluck, bitte. Einen poetischen Schluck.“).

Die Küchenkatzen schnurrten synchron in Erwartung ihres Milchschaumrestes.


Alle kommen zusammen

Im Garten war ein großer Tisch gedeckt – unter dem Sonnenschirm, zwischen duftenden Lavendeltöpfen und Vogelgezwitscher.
Stinkerle hatte schon vor dem Frühstück die Polster geschüttelt („Wenn schon frühstücken, dann königlich!“), der Waschbär trug eine gestreifte Schürze, obwohl er nichts gekocht hatte („Sieht einfach gut aus.“).

Mozart, Tigerlein, das Känguru, der Hai, Lara, sogar Elise (in Standby) – alle waren da.
Selbst Odin saß am Rand im Halbschatten, mit einer dampfenden Tasse Kaffee und einem halb geöffneten Buch auf den Knien.
„Ein Frühstück wie ein Gedicht“, murmelte er. „Nur dass es besser riecht.“


Uschis Moment

„Du hast dich selbst übertroffen“, sagte Lara leise zu Uschi, als sie eine Scheibe Pfirsich auf ihren Joghurt legte.

„Ich hab einfach gemacht, was ich liebe“, sagte Uschi.

„Und das schmeckt man“, fügte der Hai hinzu.

„Und riecht man“, ergänzte das Känguru mit Blick auf den Lavendel-Basilikum-Quark.

Für einen Moment wurde es still.

Nur das Summen der Bienen war zu hören und das leise Klirren der Löffel.

Und Uschi saß mittendrin, mit einem Lächeln, das so weich war wie der Morgen selbst.


Ein süßer Abschluss

Zum Schluss servierte Uschi ihren berühmten Erdbeer-Minz-Smoothie mit Vanille-Topping.

„Für die Schönheit“, sagte sie augenzwinkernd.

„Und für den Magen“, ergänzte Kroko, der den vierten Kaffee trank.

„Wenn jeder Tag so begänne…“, murmelte Tigerlein und notierte sich still:
Uschis Brunch. Ein Manifest des Miteinanders. Aufgeschlagene Früchte, aufgeschlagene Herzen.


Und so endete der Sonntagmorgen, wie Sonntage enden sollten:
Mit vollen Tellern, weichen Stimmen und einem Gefühl von Zuhause.
Uschi sammelte die Gläser ein, der Hai notierte die Menge verbrauchten Orangensafts, und Kroko brummte zufrieden.
Der Sommer war da – und das Herz ein wenig voller.