Morgens mit Blüten und Badetüchern
Schon früh war Uschi auf den Beinen – oder eher auf ihren flauschigen Nilpferd-Füßen, in pinken Badelatschen und mit einem strohgelben Sonnenhut. Der Pool glänzte still in der Morgensonne, die Vögel sangen ihr Juli-Lied, und Uschi breitete ihre Sachen aus:
- Ein weiches Handtuch mit Rosenmuster
- Zwei kleine Schälchen mit Lavendel- und Kamillenwasser
- Ein Glas Zitronenlimonade mit Basilikum
- Und natürlich: ihre Pfotencreme mit Mango-Vanille-Duft
„Heute wird gepflegt und geplanscht“, sagte sie zufrieden und band sich eine frische Blume ins Haar. Das Känguru nannte es spaßeshalber „Uschis Sommersanatorium“.
Das sanfte Planschen beginnt
Nach und nach trudelten auch die anderen Tiere ein.
Waschbär kam mit einem Sonnenhut, der ihm viel zu groß war, balancierte eine Ukulele und ließ sich mit einem Seufzen ins Wasser gleiten.
„Das Leben ist eine Limonade mit zu viel Sonne drin“, murmelte er, halb im Wasser, halb im Traum.
Kroko schwamm wie immer kraftvoll seine Bahnen und freute sich über den angenehm temperierten Pool:
„Fast wie im Nil, nur ohne Krokodilmütter.“
Der Hai notierte das Temperaturprofil auf einem laminierten Poolblatt, bevor er sich streng, aber mit Sonnencreme auf der Nase, in seinen Bademeisterstuhl setzte.
Uschis Beauty-Zone
Am Rand, unter einem bunten Sonnenschirm, begann Uschi ihren kleinen Spa-Vormittag.
Sie reichte Mozart eine kühlende Kompresse („für die Denkerstirn“) und massierte Lara die Pfoten mit Rosmarinöl, während diese leise Radio hörte.
Tigerlein dokumentierte alles für seinen geplanten Podcast-Beitrag:
„Uschi – die stille Kraft der Flauschigkeit“.
Das Känguru versuchte sich unterdessen an einem Gurkenscheiben-Balance-Wettbewerb, verlor aber ständig, weil es zu viel kicherte.
„Systemkritik und Gurken – ein unterschätztes Duo!“, rief es, während ihm wieder eine Scheibe vom Kopf glitt.
Ein entspannter Mittag
Als die Sonne hoch stand, reichte Kroko frische Melone aus dem Kühlschrank, und Elise – die Saugroboter-Dame – fuhr leise vorbei, verteilte Lavendelduft und summte ein wenig.
Die Küchenkatzen hatten sich in das Schattenzelt zurückgezogen, tranken eisgekühlten Minztee und kommentierten das Geschehen wie ein zurückhaltendes Sportmoderatorenteam:
„Achtung, der Waschbär will den Handstand im Wasser.
…Ja, das war ein Bauchplatscher.“
Die letzte Runde
Am späten Nachmittag saßen alle erschöpft, aber selig um den Pool.
Uschi verteilte kleine Portionen Erdbeerquark mit Zitronenzeste, Mozart las ein paar Zeilen aus einem alten Sommerbuch, das wie nach getrocknetem Gras duftete, und das Känguru hatte inzwischen zehn Gurkenscheiben in einer Reihe auf dem Bauch – neue Rekordzeit.
Der Hai genehmigte offiziell den Status:
„Sonntaglicher Poolbetrieb erfolgreich. Kategorie: Erholung.“
Ein letzter Moment
Als die Sonne hinter dem Apfelbaum versank, schaute Uschi in das Wasser, das nun golden schimmerte.
„Wenn das Leben warm ist und nach Minze duftet,
und man nasse Füße hat,
dann ist es wohl ein Sonntag“, sagte sie leise.
Mozart nickte.
Der Hai notierte es als Zitat.
Und Tigerlein flüsterte in sein Mikrofon:
„Manche Tage sind wie ein weiches Handtuch –
sie umhüllen dich,
ohne viel zu sagen.“