Hai

Hai

Listen, Protokolle, Ordnung – und ein Herz, das alles zusammenhält.

Typischer Ort: Küchentisch mit Klemmbrett + Tablet; Büro-Türnähe oder Wohnzimmer bei der Hauszentrale/Wetterstation. Alter: Jung genug für neue Technik, alt genug für Prinzipien – in der Seele ein zuverlässiger Beamter mit flauschigem Herz.

Der Hai ist der Organisationsmotor des Hauses: pflichtbewusst, detailverliebt und in seiner Bürokratie fast schon charmant. Er liebt Kategorien, klare Abläufe und saubere Zustände – nicht aus Kälte, sondern aus Loyalität. Ordnung ist für ihn Fürsorge in Strukturform: Wenn die Dinge stimmen, kann man sich entspannen.

Er bewegt sich oft mit Klemmbrett und Stift durchs Haus (inzwischen ergänzt durch ein Tablet vom weißen Tiger), erstellt Inventuren, plant Projekte, prüft Fristen und nimmt selbst kleine Aufgaben ernst wie ein staatliches Vorhaben – mit dem Unterschied, dass bei ihm am Ende meistens Tee und Gemütlichkeit stehen.

Seit die Hauszentrale läuft, blüht er in seiner Lieblingsdisziplin auf: Systeme, die helfen, statt zu nerven. Wetterstation, Lichtsteuerung, Wartungspläne – alles bekommt einen Platz, eine Logik, eine ruhige Verlässlichkeit. Gleichzeitig hat der Hai eine überraschend weiche Seite: Er lobt Fairness, respektiert gute Handarbeit (und gute Waffeln), und wenn es um demokratische Prozesse geht, wird er fast feierlich.

Er kam einst in einer Pappkiste an – niemand weiß genau, von wem bestellt – und wurde sofort Teil der Familie. Heute ist er nicht mehr „neu“, sondern unverzichtbar: der Wächter der Stabilität, der im richtigen Moment auch loslassen kann.

Hai Geschichten

Die neuesten Geschichten mit dieser Figur.

Der große Deko-Wechsel im Flanellweg
13. April 2026 Bewölkt Ostern

Der große Deko-Wechsel im Flanellweg

Am Montag merken die Tiere: Ostern ist schon eine Woche her. Der Strauch im Garten trägt noch Eier, im Wohnzimmer stehen noch Hasenfiguren, und irgendwo liegt immer noch ein Schoko-Ei, das niemand offiziell „zugegeben“ hat. Also beschließen sie, die Osterdeko wegzuräumen – nicht traurig, eher zufrieden – und sie durch Frühlingsdeko zu ersetzen. Der Hai organisiert den Rückbau mit bemerkenswerter Ernsthaftigkeit, Uschi sorgt dafür, dass es nicht nach „Abriss“, sondern nach „Übergang“ aussieht, und Waschbär nutzt die Gelegenheit, alles ein bisschen schöner zu machen als vorher.

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Odin und das Handy, das endlich nicht mehr hängt
11. April 2026 Bedeckt Frühling

Odin und das Handy, das endlich nicht mehr hängt

Am Samstag fällt es wieder auf: Odins altes, dickes Handy hängt, braucht ewig zum Laden und wirkt, als hätte es schon mehrere Jahrzehnte Dienst getan. Odin selbst sieht das gelassen – er meint, er brauche kein neues. Aber die Tiere haben anders entschieden: Sie haben die Osterangebote genutzt und ihm heimlich ein neues Smartphone besorgt. Größerer Bildschirm, bessere Kamera – und natürlich eine getigerte Hülle, weil es sonst nicht Odin wäre.

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Der Hai und das Aprilwetter in voller Lautstärke
10. April 2026 Gewitter Frühling

Der Hai und das Aprilwetter in voller Lautstärke

Am Freitag zeigt der April, was er kann: dunkle Wolken, Regen, Graupel, dann wieder Sonne, Windböen, ein Regenbogen – und später sogar der erste Blitz und Donner des Jahres. Der Hai sitzt wie ein Kontrollturm an seiner Wetterstation, misst, protokolliert, sorgt sich und fühlt sich zugleich heimlich bestätigt: Siehste, Wetter ist nicht zu unterschätzen. Die anderen nehmen es entspannter: Uschi freut sich über den Regenbogen, Waschbär muss kurz raus und im Regen tanzen, und das Känguru rettet zwischen zwei Schauern seine arme Hängematte.

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Der Hai und das Wetter, das keines war
30. März 2026 Sonnig Frühling

Der Hai und das Wetter, das keines war

Am Montag ist der Garten freundlich, ruhig, fast schon ein bisschen frühlingshaft zuverlässig. Genau deshalb ist der Hai später völlig irritiert: Die neue Wetterstation meldet plötzlich starken Wind – obwohl draußen kaum ein Blatt zuckt. Kurz darauf zeigt sie Regen an, während die Sonne scheint. Der Hai erwartet schon Aprilwetter, einen Regenbogen und philosophische Konsequenzen. Doch die Wahrheit ist viel näher – und deutlich wuselig...

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Der Tag, an dem Ostern plötzlich überall war
27. März 2026 Sonnig Frühling

Der Tag, an dem Ostern plötzlich überall war

Am Freitag ist die Osterlaune nicht mehr nur ein Plan, sondern ein Gefühl im Haus: Die Sonne kommt raus, der Garten riecht nach nasser Erde und Licht, und selbst der Flanellweg wirkt ein bisschen wacher. Die Tiere beschließen spontan, das Haus österlich zu dekorieren – nicht hektisch, eher freudig. Es werden Kisten vom Dachboden geholt, Zweige in Vasen gestellt, kleine Hasenfiguren hervorgekramt und Marmeladengläser neu zum Leuchten gebracht.

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Der Hai und der Shredder-Donnerstag
26. März 2026 Regen Frühling

Der Hai und der Shredder-Donnerstag

Am Donnerstag regnet es wieder: grau, stetig, ein Tag, an dem man drinnen Dinge erledigt, die sonst immer „später“ sind. Der Hai hat genau dafür kürzlich etwas angeschafft, das ihn sichtbar beruhigt: einen sicheren Dokumenten-Shredder. Heute nutzt er den Regentag, um alte Ordner durchzugehen und Dokumente, die niemand mehr braucht, ordentlich und datenschutzkonform zu vernichten. Natürlich nimmt er das Ganze etwas zu genau...

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Die plötzliche Ostererkenntnis
22. März 2026 Bewölkt Ostern

Die plötzliche Ostererkenntnis

Am Sonntag passiert etwas, das im Flanellweg immer ein kleines Erdbeben auslöst: Der Hai stellt fest, dass Ostern schon in zwei Wochen ist. Plötzlich bekommt der Frühling einen Termin. Die Tiere planen ihr Osterfest – nicht hektisch, eher begeistert: Deko, Essen, kleine Überraschungen, vielleicht eine Geschichte im Garten, vielleicht ein Besuch bei Alfonso oder zumindest ein Gruß an die Nachbarschaft. Während sie diskutieren, wird draußen die Sonne mutiger, die Natur wirkt lebendiger, und alle spüren: Das Jahr dreht sich gerade sichtbar weiter.

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Der Hai und der Regen, der alles weich macht
19. März 2026 Regen Frühling

Der Hai und der Regen, der alles weich macht

Am Donnerstag regnet es so, wie es nur im frühen Frühling regnen kann: nicht dramatisch, aber ausdauernd, grau und gründlich. Der Garten wird matschig, die Terrasse glänzt dunkel, und der Himmel wirkt, als hätte er den Farbregler auf „leise“ gestellt. Drinnen wird das Wohnzimmer zur Zuflucht: Kamin an, Decken raus, Tassen bereit. Der Hai analysiert den Regen mit seiner neuen Wetterstation während Tigerlein einen Regenpodcast aufnimmt.

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Der Waffel-Montag nach der Wahl
16. März 2026 Bewölkt Frühling

Der Waffel-Montag nach der Wahl

Am Montag kommt das Ergebnis der Kommunalwahl im Ort an – nicht als großes Drama, sondern als nüchterne Zahlen, die trotzdem Gefühle auslösen. Die Tiere reagieren sehr unterschiedlich: Das Känguru ist sofort tief involviert, bewertet, kritisiert, jubelt an Stellen, schimpft an anderen und erklärt mindestens einmal die Weltlage anhand von Prozentpunkten. Der Hai dagegen lobt vor allem den demokratischen Prozess – die öffentliche Auszählung, die Ordnung, die Transparenz – und ist erstaunlich zufrieden, dass „es funktioniert hat“.

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Der Hai und der Wahlsonntag im Rathaus
15. März 2026 Sonnig Frühling

Der Hai und der Wahlsonntag im Rathaus

Am Sonntag ist Wahlsonntag – und der Flanellweg wird für ein paar Stunden sehr offiziell. Am Vormittag prüft der Hai zuerst pflichtbewusst die Wetterdaten der neuen Station („für den Gang zum Rathaus“), dann breiten sie die Briefwahlunterlagen am Küchentisch aus: Ortsbeirat, Gemeinde, Kreis – ein ganzer Stapel Kommunalwahl. Weil sie sich politisch nicht einig werden, entscheiden sie sich für ihren typischsten Kompromiss: keine Partei, sondern viele einzelne Kreuze, sorgfältig verteilt, damit für jeden ein Stück Überzeugung dabei ist. Der Hai nimmt das ernst wie ein kleines Staatsamt.

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Der Hai und die Wetterstation des Vertrauens
14. März 2026 Bewölkt Frühling

Der Hai und die Wetterstation des Vertrauens

Am Samstag bekommt der Hai ein Paket nicht einfach „in die Hand“, sondern praktisch in die Seele: Eine Wetterstation. Groß, ordentlich verpackt, mit Außeneinheit, Regensensor, UV-Messung und allem, was den Himmel endlich in Zahlen übersetzt. Für den Hai ist das nicht Technik – das ist Beruhigung. Gemeinsam bauen die Tiere die Station im Garten auf, möglichst normgerecht „wie beim Wetterdienst“, inklusive sinnvoller Platzwahl und respektvoller Ausrichtung.

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Stinkerle und das Lichtsystem 1.0
05. März 2026 Bedeckt Frühling

Stinkerle und das Lichtsystem 1.0

Am Donnerstag schrauben der Hai und Stinkerle weiter an ihrer Hauszentrale, diesmal mit Waschbär als „Design- und Ideenabteilung“. Die nächste Ausbaustufe kommt in einer kleinen Pappschachtel: smarte Glühbirnen mit farbigen LEDs, die sich über die Zentrale automatisiert steuern lassen. Was als harmloses „ein bisschen gemütlicheres Licht“ beginnt, wird kurzzeitig zu einem sehr lebendigen Experiment: Farben wechseln zu schnell, Szenen heißen plötzlich „KAMINFEUER EXTREM“, und der Flanellweg erlebt eine Minute lang Disco, ohne darum gebeten zu haben.

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Der Hai und der Wahlzettel-Walzer
03. März 2026 Sonnig Frühling

Der Hai und der Wahlzettel-Walzer

Am Dienstag kommt die Briefwahl an – und der Hai holt sie so schnell rein, als wäre es ein Paket mit Gefahrstoff: wichtig, zeitkritisch, nicht knicken. Als die Umschläge auf dem Küchentisch liegen, staunen alle: Die Wahlunterlagen sind nicht „ein Zettel“, sondern eine ganze Sammlung. Kommunalwahlen. Mehrere Stimmzettel. Und darauf: so viele Namen, so viele Felder, so viele mögliche Kreuze, dass selbst der Hai kurz schluckt. Was folgt, ist ein Nachmittag voller Diskussionen, Unentschiedenheit und überraschender Detailfragen...

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Der Hai und der erste Märztag
02. März 2026 Sonnig Frühling

Der Hai und der erste Märztag

Am Montag ist es endlich März. Draußen liegt noch Winter in den Schatten, aber die Luft riecht zum ersten Mal nach etwas Neuem – nicht warm, aber lebendig. Im Garten sind die Vögel noch da, doch sie futtern weniger an der Futterstelle, als hätten sie plötzlich wieder Alternativen. Im Haus wird das sofort gespürt: Es wird gelüftet, gewischt, sortiert, als würde man dem Frühling Platz machen. Der Hai erlebt Stoßlüften diesmal nicht als Pflicht, sondern als Fest, Uschi putzt mit leichterem Herzen, Stinkerle findet überall „kleine Winterreste“, die man noch schnell verbessern könnte, und Waschbär sieht in jedem Sonnenfleck eine Bühne.

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Der Hai und der erste Osterhase des Jahres
01. März 2026 Sonnig Ostern

Der Hai und der erste Osterhase des Jahres

Am Sonntag geschieht im Flanellweg etwas, das den Hai gleichermaßen empört und aktiviert: In den Wochenprospekten der Supermärkte tauchen die ersten Schoko-Osterhasen auf – viel zu früh, viel zu teuer und, wie der Hai nach kurzer Analyse feststellt, verdächtig zuckrig. Was als nüchterne Beschwerde über Preis-Leistung beginnt, endet in einem hochambitionierten Küchenprojekt: Stinkerle holt seinen alten Schokofiguren-Prototypen hervor, Waschbär optimiert die Form – und dann fliegt beim Gießen erst einmal mehr Schokolade durch die Küche als in den Hasen...

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Stinkerle, der Hai und die Hauszentrale mit Größenwahn
26. Februar 2026 Sonnig Frühling

Stinkerle, der Hai und die Hauszentrale mit Größenwahn

Am Donnerstag ist die neue Hauszentrale nicht mehr nur ein hübsch leuchtender Holz-PC im Wohnzimmer – sie läuft. Stinkerle und der Hai haben sie als Server aufgesetzt, mit ordentlicher Struktur, ersten Diensten und einer Begeisterung, die schnell in Zukunftspläne kippt. Bald diskutieren alle mit: Was soll automatisiert werden, was lieber nicht, und ab wann wird aus Komfort eigentlich milde Tyrannei? Manche Ideen sind praktisch, manche absurd, manche verdächtig känguruhaft.

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Der Hai und die Wahlbenachrichtigung
24. Februar 2026 Sonnig Frühling

Der Hai und die Wahlbenachrichtigung

Am Dienstag beginnt alles ganz gewöhnlich: Der Hai holt pünktlich die Post rein, sortiert sie am Küchentisch und verteilt sie mit der Ernsthaftigkeit eines kleinen Ministeriums. Ein paar Briefe für Odin, ein ordentlicher Stapel fürs Büro des weißen Tigers – und dann liegt plötzlich eine Wahlbenachrichtigung dazwischen. In Hessen stehen Wahlen an, und nach einer neuen Verordnung dürfen nun auch Haushalte wie der im Flanellweg offiziell wählen gehen. Für den Hai ist das ein feierlicher Moment mit Verwaltungsglanz. Für das Känguru hingegen ein politischer Problemkomplex mit mindestens acht Nebenwidersprüchen.

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Der Hai und die pinke Hauszentrale
21. Februar 2026 Sonnig Frühling

Der Hai und die pinke Hauszentrale

**Teaser** Am Samstag beschließen der Hai und Stinkerle, dass 2026 nicht nur ein Jahr der Suppe, des Kamins und der Pflanzen wird – sondern auch ein Jahr der Modernisierung. Stinkerle will basteln, der Hai will Ordnung, und irgendwo dazwischen entsteht ein Plan: eine kleine PC-Hauptzentrale fürs ganze Haus. Pünktlich zum Wochenende kommt eine große Kiste mit Computer-Hardware an, die sich anfühlt wie Weihnachten in technischem Karton. Die beiden bauen gemeinsam den Rechner zusammen, wie andere Leute ein Möbelstück – nur mit mehr Schrauben, mehr Staunen und deutlich mehr „Vorsicht, ESD!“.

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Kroko und die Aschermittwochs-Kräppel
18. Februar 2026 Schnee Fasching

Kroko und die Aschermittwochs-Kräppel

Am Mittwoch ist Aschermittwoch. Der Ort wird wieder leiser, als würde jemand nach dem Karneval die Farben vorsichtig zurück in die Schublade legen. Doch im Flanellweg gilt eine besondere Regel: Ruhe darf sein – aber Trost auch. Kroko schaut auf die neue Fritteuse wie auf ein Werkzeug gegen graue Tage und beschließt, dass ein Ende der Fastnacht nicht automatisch ein Ende der Freude bedeutet. Er setzt frischen Hefeteig an, lässt ihn gehen, formt Kräppel (Berliner) und frittet sie in goldenem Sonnenblumenöl aus, als würde er ein kleines, duftendes Feuerwerk machen – nur ohne Rauch. Für jeden gibt es eine andere Füllung: klassisch, fruchtig, schokoladig, und natürlich eine, die das Känguru „ideologisch begründet“ besonders laut lobt. Am Ende sitzen alle vor dem Kamin, die Finger leicht pudrig, das Herz warm, und selbst der Hai muss zugeben: Manche Dinge kann man nicht katalogisieren – man muss sie einfach essen.

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Der Waschbär und die Süßigkeiten-Schneise
17. Februar 2026 Windig Fasching

Der Waschbär und die Süßigkeiten-Schneise

Am Dienstag ist Fastnacht – und der Ort wirkt, als hätte jemand heimlich die Farbsättigung hochgedreht. In der Hauptstraße zieht der Umzug vorbei: Musik, Kostüme, Wagen, Konfetti, und dieses ganz besondere Dorfgefühl, wenn alle gleichzeitig so tun, als wäre das Leben leicht. Einige Tiere machen sich zusammen auf den Weg, warm eingepackt und mit Stoffbeuteln bewaffnet. Der Waschbär ist sofort in seinem Element, das Känguru politisiert schon beim Loslaufen, und der Hai trägt – natürlich – eine kleine Sammelliste, „damit wir später wissen, was wir haben“. Am Ende kommen sie mit einer erstaunlichen Menge Süßigkeiten nach Hause, als hätten sie eine Schatzsuche gewonnen. Und während draußen noch „Helau!“ durch die Luft weht, wird drinnen im Kaminlicht inventarisiert, getauscht und gelacht – bis selbst die Küchenkatzen kurz so aussehen, als würden sie über ein Gummibärchen nachdenken.

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Das Känguru und die Rosenmontags-Sitzung
16. Februar 2026 Schnee Fasching

Das Känguru und die Rosenmontags-Sitzung

Am Montag ist Rosenmontag – und obwohl das hessische Dorf am Feldrand normalerweise eher „ruhig, gemütlich, Kamin“ kann, beschließen die Tiere: Heute wird’s bunt. Im Wohnzimmer entsteht eine Karnevalssitzung mit selbstgebastelter Bühne, Luftschlangen, Tee *und* Sekt (für die, die alt genug und mutig genug sind). Das Känguru hält eine Büttenrede, die so politisch wird, dass sogar der Hai kurz überlegt, ob er einen Ordnungsruf aussprechen muss. Und Stinkerle, natürlich, hat eine Konfettikanone gebaut – eine von diesen Erfindungen, die entweder genial oder katastrophal sind, oft beides. Am Ende ist das Wohnzimmer voller Konfetti, die Stimmung voller Lachen, und selbst die Küchenkatzen schnurren im Takt, als hätten sie ihr ganzes Leben auf eine Sitzung vor dem Kamin gewartet.

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Stinkerle und die Rasenwalze des Neuanfangs
11. Februar 2026 Schnee Winter

Stinkerle und die Rasenwalze des Neuanfangs

Am Mittwoch ist es draußen ungewöhnlich warm. Der Schnee zieht sich zurück, als hätte er plötzlich Termine, und über dem Feld hört man erste Vögel, die nach Norden ziehen – ein dünner, lebendiger Faden am Himmel. Das Tauwetter macht den Waschbär melancholisch: Er mag den Winter als Bühne, als stilles Kunstwerk. Das Känguru dagegen freut sich offen auf den Frühling und erklärt, dass Hoffnung manchmal einfach „Sonne auf Fell“ ist. Während die einen in Gefühlen baden, treten Hai und Stinkerle in ein anderes Element: Der Rasen ist vom Frost uneben geworden, jetzt ist alles weich, nass, formbar – perfekt für eine kleine, etwas übertriebene Rettungsaktion...

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Der Hai und der Olympia-Tag im Wohnzimmer
09. Februar 2026 Windig Winter

Der Hai und der Olympia-Tag im Wohnzimmer

Am Montag stellt der Hai fest, dass gerade Winterolympiade in Italien ist – und er verfällt ihr sofort mit der Hingabe eines Beamten, der plötzlich ein neues Lieblingsformular entdeckt. Disziplinen mit Zeiten, Läufen, Regeln, Startlisten. Dazu dieses kühle Blau überall, dieses saubere Weiß, diese präzise Welt aus Linien, Kanten und Ordnung. Für den Hai fühlt sich das an, als hätte jemand seinen inneren Kalender in Sport übersetzt. Die Tiere machen es sich den ganzen Tag vor dem Fernseher gemütlich, mit Tee, Kaffee und später heißer Schokolade. Und während draußen der Winter leise knistert, knistert drinnen das Programm – mit kleinen Kommentaren, großen Emotionen und einem Haus, das sich für einen Tag wie eine eigene kleine Tribüne anfühlt.

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Das Känguru und die erste Wintersonne
05. Februar 2026 Sonnig Winter

Das Känguru und die erste Wintersonne

Am Donnerstag liegt zum ersten Mal seit Wochen ein anderer Ton in der Luft: Anfang Februar – und die Sonne fühlt sich nicht mehr nur wie eine Erinnerung an. Das Känguru spürt die Strahlen auf dem Fell, als es in seiner Wohnzimmer-Hängematte hängt und den Blick durch das Fenster schweifen lässt. Draußen beginnt der Schnee ganz leicht zu arbeiten: ein bisschen Schmelzen am Tag, ein bisschen Glanz, ein bisschen Tropfen – und am Abend friert alles wieder fest. Der Hai sieht sofort, was das bedeutet: Glättegefahr. Es wird gestreut, schnell und gründlich… vielleicht sogar ein bisschen zu gründlich. Denn als sie im Übereifer auch die Terrasse behandeln, entdecken sie etwas, das sonst unbemerkt geblieben wäre: Der Terrassenhafen ist undicht...

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Der Hai und das Licht vom Sonnenrand
02. Februar 2026 Windig Winter

Der Hai und das Licht vom Sonnenrand

Am Montag sitzt der Hai ungewöhnlich still in der Küche – still auf die Art, die verrät: Er hat etwas Großes auf dem Tablet. Keine Steuerformulare, keine Inventur, kein Lüftprotokoll. Sondern Sonnenwind. Echtzeitwerte einer Sonde am Lagrange-Punkt, Diagramme wie Herzschläge der Sonne. Der Hai sinniert über Sonnenzyklen, Maxima, das Carrington-Ereignis – und malt sich, wie immer, aus, was alles kaputtgehen könnte. Mozart bleibt gelassen und sagt nur: „Vielleicht bringt das Licht heute mehr Geschenke als Sorgen.“ Und tatsächlich: Am Abend liegt über dem Garten ein seltenes Himmelssignal, das sich bis an den Flanellweg verirrt hat.

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Der Hai und das Luftprotokoll
01. Februar 2026 Bewölkt Winter

Der Hai und das Luftprotokoll

Am Sonntag findet der Hai etwas, das für andere nur ein Tipp am Rand wäre – für ihn aber eine Mission: ein Artikel über „Stoßlüften“. Plötzlich sieht er das ganze Haus wie ein System aus Luft, Zeitfenstern und idealen Durchzügen. Während draußen der Winter still vor dem Feldrand steht, beginnt drinnen eine erstaunlich energische Frischluft-Offensive. Türen werden gemessen, Fensterzeiten definiert, ein Ablaufplan entsteht fast von selbst. Am Ende riecht das ganze Haus wie ein Neubeginn. Uschi bekommt davon kaum etwas mit – sie nimmt ein extra langes Schaumbad und lebt in einer eigenen Wolke aus Wärme.

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Kroko und das goldene Blubbern
29. Januar 2026 Sonnig Winter

Kroko und das goldene Blubbern

Am Donnerstag duftet das Haus plötzlich nach Imbissglück und Kindheitserinnerung – nur eleganter, weil Kroko es ernst meint. Von seinem Weihnachtsgutschein hat er sich einen Traum erfüllt: eine echte Fritteuse. Eine richtige, mit Korb, Temperaturregler und so viel Sonnenblumenöl, dass selbst der Hai kurz nachrechnet, ob das noch „ordnungsgemäß“ ist. Kroko ist allerdings… ein bisschen übereifrig. Er frittiert, als gäbe es einen geheimen Feiertag namens „Knusperdonnerstag“. Erst Kartoffeln, dann „nur kurz“ noch dies und das – und irgendwann steht die Küche im Duft von goldenen Möglichkeiten.

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Uschi und das Bad, das auf sie wartete
25. Januar 2026 Sonnig Winter

Uschi und das Bad, das auf sie wartete

Der Sonntag hat im Flanellweg eine feste Ordnung – nur, dass diese Ordnung nicht vom Hai stammt, sondern von Uschi: Sonntag ist Badetag. Ein Ritual, so zuverlässig wie der Kamin und so heilig wie frischer Tee. Doch heute gerät alles durcheinander: Kroko entdeckt die Badewanne für sich und nimmt ein ausgiebiges, geradezu episches Wannenbad. Uschi bleibt äußerlich freundlich, innerlich wird sie… minimal ungeduldig. Als Kroko endlich fertig ist, steht Uschi schon bereit – aber dann ist der Hai schon drin.

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Kroko und der Frostmorgen-Kakao
20. Januar 2026 Sonnig Winter

Kroko und der Frostmorgen-Kakao

In der Nacht wird es noch kälter als gestern. Der Frost ist so streng, dass die Fenster am Morgen wie mattes Glas wirken und der Garten unter einer knisternden Haut liegt. Der Hai ist beunruhigt – nicht panisch, aber in dieser besonderen Hai-Weise, die sich anfühlt wie ein Formular in der Brust. Doch drinnen läuft alles: Die Heizung tut, was sie soll, das Wasser ist warm, und der Kamin brennt zuverlässig wie ein Herzschlag. Kroko übernimmt deshalb heute die wichtigste Aufgabe im Flanellweg: Ruhe herstellen. Nicht mit Reden, sondern mit Getränken.

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Stinkerle und der kalte Montag
19. Januar 2026 Sonnig Winter

Stinkerle und der kalte Montag

Nach einer Nacht, die so frostig war, dass selbst der Flanellweg knisterte, fühlt sich der Montag im Haus falsch an: Der Kamin brennt zwar tapfer – aber die Wärme bleibt im Wohnzimmer stecken. In den Fluren ist es kühl, die Heizkörper sind stumm, und das Wasser aus dem Hahn ist so kalt, dass Uschi beim Händewaschen kurz „Oho!“ macht. Der Hai wird nervös, Kroko brummt, und das Känguru erklärt die Lage natürlich sofort politisch. Stinkerle hingegen wird still – dieses technisch-ruhige Still – und verschwindet mit dem Waschbär in den Keller. Unten wartet die Heizung wie ein beleidigtes Tier, das man nur richtig ansprechen muss.

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