Fasching im Fernsehen
Es war Faschingszeit, und die Tiere saßen gemütlich im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Der Hai hatte sich eine große Schüssel Popcorn geholt, Uschi kuschelte sich mit einer dampfenden Tasse Kakao ins Sofa, und das Känguru wippte voller Vorfreude mit den Pfoten.
„Gleich geht’s los! Die große Faschingsgala im Fernsehen!“, rief der Waschbär aufgeregt. „Mit Musik, Tänzen und… na, ihr wisst schon – den Büttenreden!“
„Büttenreden sind das Beste!“, rief das Känguru begeistert. „Politisch, lustig, frech! Ich liebe sie!“
Der Hai grinste. „Na dann, wir können ja gleich mal bewerten, ob die Witze was taugen.“
„Oder…“ Der Waschbär legte dramatisch die Pfote ans Kinn. „Wir machen unsere eigene Show!“
Stille.
Dann riss das Känguru die Arme hoch. „Ja! Ich wusste doch, dass ich heute Abend etwas Großes tun würde!“
„Ich finde die Idee gut“, sagte Mozart, der alte Bär. „Aber Fasching ist nicht nur Witze erzählen. Eine gute Büttenrede braucht Struktur, Wortwitz und ein Thema!“
„Pff, Struktur“, schnaubte das Känguru. „Ich werde einfach improvisieren!“
„Oh je…“, murmelte der Hai.
Die große Faschingsbühne
In Windeseile verwandelten die Tiere das Wohnzimmer in eine kleine Bühne.
Der Waschbär baute aus einem Wäscheständer und einem alten Bettlaken eine Kulisse. Uschi stellte bunte Luftschlangen auf und legte eine kleine Konfettikanone bereit – „für den großen Abschlussmoment!“, wie sie erklärte.
Mozart setzte sich in den Sessel, bereit, als Jury alles wohlwollend zu bewerten. Der Hai übernahm die Moderation, und das Känguru warf sich ein funkelndes Glitzersakko über, das es irgendwo aus einer Schublade gekramt hatte.
„Ich bin bereit!“, rief es. „Lasst die große Faschingsgala beginnen!“
Der Hai klopfte mit einer Flosse auf die Sofalehne. „Meine Damen, Herren und plüschigen Mitbewohner, herzlich willkommen zur ersten und besten Faschingsshow des Hauses! Unsere ersten Redner betreten nun die Bühne!“
Die erste Büttenrede
Der Waschbär trat als Erster auf. Er hatte sich eine dicke Brille aufgesetzt und hielt einen Zettel in der Hand.
„Liebe Leute, seid bereit,
jetzt ist Faschingsnarrenzeit!
Heute gibt’s viel Spaß und Witze,
wer lacht, hat gleich 'ne gute Mütze!“
Lauter Applaus.
„Doch eins, das geht mir auf den Keks,
das Wetter spielt verrückt, oh Schrecks!
Mal Regen, Sturm und dann viel Eis,
ich sag euch, das ist gar nicht nice!“
Die Tiere kicherten. Der Waschbär hatte seinen ganz eigenen Stil – und seine Reime saßen perfekt.
„Bravo!“, rief Uschi. „Sehr solide!“
Kängurus große Improvisation
Dann trat das Känguru auf die Bühne. Es verzichtete auf einen Zettel und schlug sich stattdessen dramatisch mit der Pfote auf die Brust.
„Meine lieben Freunde hier,
jetzt wird Fasching – aber wir!
Hört mich an und seid bereit,
ich bring‘ Witz und Heiterkeit!“
„Das klingt doch gar nicht schlecht“, flüsterte der Hai.
Doch dann…
„Politik ist ja mein Ding,
doch manchmal gibt’s zu viel Bling-Bling!
Die einen schreien, die andern streiten,
doch ich sag euch – lasst es bleiben!“
„Was?!“, rief Uschi. „Das ergibt doch keinen Sinn!“
„Shhh!“, machte Mozart, „das ist… improvisierte Kunst.“
Das Känguru fuhr fort:
„Und dann die großen Themen hier,
Autos, Technik – oder Bier?
Ich sag euch eins, was wirklich zählt:
Dass jeder stets den Humor behält!“
„Na ja…“, murmelte der Waschbär. „Es ist… ungewöhnlich.“
Uschi sah nachdenklich aus. „Aber irgendwie hat es was.“
„Oder?“ Das Känguru grinste triumphierend. „Ich sag ja, Impro ist die wahre Kunst!“
Das große Finale
Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Lied – eine Mischung aus improvisiertem Gesang und völlig schrägen Faschingsversen.
Die Konfettikanone wurde gezündet (und verirrte sich leider direkt in Mozarts Kakao, was zu großem Gelächter führte).
„Also, ich finde, das war eine sehr gelungene Faschingsshow!“, rief der Hai.
„Definitiv!“, nickte Mozart. „Das sollten wir nächstes Jahr wiederholen.“
Die Tiere stießen mit ihren Kakaotassen an und ließen den Abend entspannt ausklingen.
Fasching war eben nicht nur im Fernsehen schön – manchmal war die beste Show die, die man selbst veranstaltete.