Känguru

Känguru

Rebell im Beutel – mit Haltung, Humor und einer Hängematte als Hauptquartier.

Typischer Ort: Hängematte (draußen am Apfelbaum oder drinnen im Wohnzimmer), gern mit Blick auf Kamin oder Garten. Alter: Ewig jung im Geist – ein Aktivist, der schon lange genug dabei ist, um zu wissen, dass man Wärme auch verteidigen muss.

Das Känguru ist der politische Puls des Flanellwegs: impulsiv, leidenschaftlich und immer bereit, aus einer Kleinigkeit eine Debatte zu machen – meist mit Witz, manchmal mit Pathos, fast immer mit Herz. Es liebt große Ideen, kleine Provokationen und die spezielle Kunst, gleichzeitig nervig und liebenswert zu sein.

Sein Beutel ist eine Mischung aus Survival-Kit und Weltanschauung: irgendwo darin steckt oft eine Mao-Bibel, dazu allerlei „nützliche“ Dinge, die sich erst dann als nützlich erweisen, wenn niemand damit rechnet. In Diskussionen springt es schnell, denkt laut und fordert die anderen heraus – nicht, um zu gewinnen, sondern weil es ernst nimmt, dass man wach bleiben sollte.

Sein Zuhause im Zuhause ist die Hängematte: im Sommer draußen unter dem Apfelbaum, im Winter als gemütliche Nische im Wohnzimmer. Dort liest es, philosophiert, motzt ein bisschen über Systeme – und wird überraschend weich, wenn es um Zugehörigkeit geht. Wer genau hinhört, merkt: Hinter dem Krawall steckt oft einfach der Wunsch, dass es fairer, wärmer und ehrlicher wird.

Känguru Geschichten

Die neuesten Geschichten mit dieser Figur.

Das Mähschaf, Raseline und der lange WM-Donnerstag
25. Juni 2026 Sonnig Sommer

Das Mähschaf, Raseline und der lange WM-Donnerstag

Am Donnerstag steht im Flanellweg alles im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft. Doch bevor am Abend Ecuador gegen Deutschland spielt, gibt es auf der Wiese eine eigene sportliche Begegnung: Das Mähschaf und Raseline fahren auf ihren Flächen auffällig parallele Bahnen und wirken dabei fast wie zwei Mannschaften beim Aufwärmen. Waschbär baut sofort ein kleines Rasenspiel daraus, Tigerlein hält alles fest, und der Hai erstellt einen präzisen Zeitplan bis zum Anpfiff um 22 Uhr...

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Das Känguru und die geschmolzene Erkenntnis
20. Juni 2026 Sonnig Sommer

Das Känguru und die geschmolzene Erkenntnis

Am Samstag ist es wieder heiß, aber diesmal haben die Tiere gelernt: Der Sommer muss organisiert werden. Odin hat auf der Terrasse ein Sonnensegel montiert, unter dem es erstaunlich angenehm ist. Dort spielen die Tiere etwas Sommerliches, trinken kühle Getränke und genießen Schatten mit Stil. Nur das Känguru hält sich für unabhängiger als alle anderen. Es liegt in seiner Hängematte, philosophiert über Hitze, Freiheit und die Zumutungen der Sonne – und schläft dabei ein. Ziemlich lange...

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Der Sonnenschirm, der beinahe das Känguru traf
12. Juni 2026 Sonnig Frühling

Der Sonnenschirm, der beinahe das Känguru traf

Am Freitag wird es nach den aufregenden Tagen mit Hund, Nachbarn und Raseline wieder ruhiger im Flanellweg. Das Wetter ist warm, der Pool glitzert, und die Tiere verbringen den Tag draußen. Uschi genießt die Wärme, Lara sitzt mit einem kühlen Getränk am Wasser, der Hai achtet auf UV-Werte und Schatten, Kroko denkt über Abendessen nach, und das Känguru liegt natürlich in seiner Hängematte. Alles wirkt friedlich – bis der Sonnenschirm plötzlich nicht mehr richtig hält. Erst wackelt er nur...

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Das Känguru und die große Schnapspralinen-Expedition
08. Juni 2026 Bewölkt Frühling

Das Känguru und die große Schnapspralinen-Expedition

Am Montag geschieht im Flanellweg etwas Ernstes: Das Känguru hat keine Schnapspralinen mehr. Nicht nur in seiner Hängemattentasche nicht. Nicht nur im Wohnzimmer nicht. Im ganzen Haus nicht. Selbst Odins Schnabulierschrank gibt nichts mehr her. Widerwillig macht sich das Känguru auf den Weg zum Supermarkt – einem Ort, den es aus weltanschaulichen Gründen nur begrenzt respektiert. Dort irrt es durch die Gänge, findet alles Mögliche, aber keine Schnapspralinen. Bis es schließlich vor einem leeren Angebotsregal steht.

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Der Temperaturumschwung und Uschis grüner Sonntag
07. Juni 2026 Sonnig Frühling

Der Temperaturumschwung und Uschis grüner Sonntag

Am Sonntag wirkt es fast so, als hätte die Natur das Raclette vom Vorabend persönlich missverstanden und beschlossen: Jetzt aber Wärme. Nach den kühlen Tagen ist es plötzlich deutlich milder, fast sommerlich, und der Hai stellt einen beachtlichen Temperaturunterschied fest. Das Känguru baut währenddessen triumphierend seine Hängematte wieder auf und erklärt, dieser Umschwung könne selbstverständlich nicht am Klimawandel liegen...

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Das Känguru und der kühle Tag nach dem Gewitter
02. Juni 2026 Bedeckt Frühling

Das Känguru und der kühle Tag nach dem Gewitter

Am Dienstag ist der Garten zwar sauber gewaschen, aber noch lange nicht gemütlich. Alles ist nass, kühl und windig, die Terrasse trocknet nur langsam, und die Hängematte bleibt im Haus. Für das Känguru ist das ein schwerer Zustand. Es wird melancholisch, schaut sehnsüchtig nach draußen und erklärt den Tag zur „postgewitterlichen Hängemattenkrise“. Der Hai nutzt währenddessen die frische Luft für gründliches Stoßlüften...

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Die Hängematte und die Legenden des Outbacks
29. Mai 2026 Sonnig Frühling

Die Hängematte und die Legenden des Outbacks

Am Freitag ist es wieder warm, hell und genau richtig für einen Tag draußen. Das Känguru hat ohnehin fast die ganze Woche in seiner Hängematte verbracht und wirkt inzwischen, als wäre es mit ihr verwachsen. Weil Freitag ist, sind auch die anderen Tiere mehr im Garten: am Pool, auf der Terrasse, bei den Pflanzen, beim Werkeln. Dieses gemeinschaftliche Draußenleben erinnert das Känguru plötzlich an Australien – oder zumindest an das Australien, von dem es sehr überzeugt erzählt.

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Pfingstmontag am Pool
25. Mai 2026 Sonnig Frühling

Pfingstmontag am Pool

Am Montag ist Pfingstmontag, Feiertag – und im Flanellweg scheint das ganze Haus zu wissen, dass heute nichts Großes passieren muss. Der Pool ist gefüllt, die Wasserwerte sind stabil, der Garten warm und freundlich. Die Tiere verbringen den Tag draußen: Uschi bei ihren Pflanzen und später mit den Füßen am Poolrand, das Känguru in der Hängematte, Mozart mit Tee und Notizbuch, der Hai mit gelegentlichen Kontrollblicken auf die Werte. Kroko sorgt dafür, dass niemand lange hungrig bleibt...

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Das Zwitschern aus den Vogelhäusern
21. Mai 2026 Sonnig Frühling

Das Zwitschern aus den Vogelhäusern

Am Donnerstag ist der Garten voller warmer Frühsommerluft. Mozart sitzt mit Papier und Tee auf der Terrasse, das Känguru liegt wie selbstverständlich in seiner Hängematte und erklärt den Tag innerlich bereits für gelungen. Zunächst wirkt alles ruhig – bis aus den Vogelhäusern ein feines, eiliges Zwitschern zu hören ist. Der Nachwuchs ist offenbar geschlüpft. Kleine hungrige Stimmen melden sich, Elternvögel fliegen im Minutentakt an und ab, verschwinden mit Futter im Einflugloch und schießen gleich wieder hinaus.

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Das Känguru und der Tag in der Hängematte
15. Mai 2026 Sonnig Frühling

Das Känguru und der Tag in der Hängematte

Am Freitag wird es wieder wärmer, und für das Känguru ist damit alles geklärt. Während die anderen Tiere noch überlegen, ob man vielleicht etwas erledigen, vorbereiten, bauen, prüfen oder kochen sollte, hat das Känguru längst entschieden: Heute gehört der Garten der Hängematte. Es richtet sich unter freiem Himmel ein, mit Decke, Schnapspralinen, einem Buch, das es mehr zitiert als liest, und der festen Überzeugung, dass ein warmer Frühlingstag nicht dazu da ist, produktiv verwertet zu werden.

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Kroko, das Känguru und der Senf des ersten Mai
01. Mai 2026 Sonnig Frühling

Kroko, das Känguru und der Senf des ersten Mai

Am Freitag ist 1. Mai, Tag der Arbeit – und im Flanellweg fühlt er sich an wie ein offizieller Startschuss für „Draußen“. Das Wetter ist schön, der Garten freundlich, und die Tiere beschließen: Heute wird gegrillt. Kroko steht am Holzkohlegrill wie ein Profi, die anderen bereiten Salate und Kräuterbaguette vor, und das Känguru liegt in der Hängematte und hält eine philosophische Mai-Rede, natürlich mit politischem Einschlag. Der Hai ist zufrieden, weil alles planbar wirkt, Uschi ist glücklich, weil das Haus nach Frühling riecht – und die Senf-Kiste aus der Speisekammer bekommt endlich ihren großen Auftritt.

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Der UV-Sensor für den Regentag
29. April 2026 Regen Frühling

Der UV-Sensor für den Regentag

Am Mittwoch regnet es: grauer Himmel, nasse Terrasse, ein Tag, an dem die Sonne nicht einmal so tut, als wäre sie da. Genau an so einem Tag ist der Hai trotzdem besorgt – aus Prinzip, aus Verantwortungsgefühl, aus seinem sehr eigenen Talent, Risiken früher zu sehen als andere. Er hat sich für die Wetterstation einen UV- und Strahlungssensor gekauft und installiert ihn nun feierlich am Gartenmast, richtet ihn in der Hauszentrale ein und erklärt, warum UV-Strahlung „nicht zu unterschätzen“ sei. Das Känguru nutzt die Gelegenheit für Kommentare...

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Der Hai und das Aprilwetter in voller Lautstärke
10. April 2026 Gewitter Frühling

Der Hai und das Aprilwetter in voller Lautstärke

Am Freitag zeigt der April, was er kann: dunkle Wolken, Regen, Graupel, dann wieder Sonne, Windböen, ein Regenbogen – und später sogar der erste Blitz und Donner des Jahres. Der Hai sitzt wie ein Kontrollturm an seiner Wetterstation, misst, protokolliert, sorgt sich und fühlt sich zugleich heimlich bestätigt: Siehste, Wetter ist nicht zu unterschätzen. Die anderen nehmen es entspannter: Uschi freut sich über den Regenbogen, Waschbär muss kurz raus und im Regen tanzen, und das Känguru rettet zwischen zwei Schauern seine arme Hängematte.

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Das Känguru und der erste Zwanziger
09. April 2026 Sonnig Frühling

Das Känguru und der erste Zwanziger

Am Donnerstag passiert etwas, das im Flanellweg sofort als „Ereignis“ gilt: Das Thermometer springt zum ersten Mal dieses Jahr über 20 Grad. Für das Känguru ist das keine Wetterlage, sondern ein politischer Auftrag. Es holt seine Gartenhängematte aus der Kiste, hängt sie draußen wieder zwischen Apfel- und Kastanienbaum auf und erklärt den Tag zur offiziellen Rückkehr des Draußen-Lebens. Trotz Wind bleibt es dort – im Beutel Schnapspralinen, im Kopf Philosophie, im Blick der Himmel.

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Das Känguru und der stille Karfreitag
03. April 2026 Bewölkt Ostern

Das Känguru und der stille Karfreitag

Am Karfreitag wird es im Flanellweg leiser als sonst. Kein großes Projekt, keine neue Technik, nicht einmal besonders viel Gelächter – eher dieses ruhige Gefühl, dass der Tag selbst eine Art Pause ist. Das Känguru, sonst schnell und laut mit Meinung, spürt die Stimmung und bleibt ungewöhnlich nachdenklich. Es setzt sich mit Mozart zusammen, und zwischen Kaminwärme und mildem Frühlingslicht sprechen sie über Ostern, Karwoche, ...

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Der Waffel-Montag nach der Wahl
16. März 2026 Bewölkt Frühling

Der Waffel-Montag nach der Wahl

Am Montag kommt das Ergebnis der Kommunalwahl im Ort an – nicht als großes Drama, sondern als nüchterne Zahlen, die trotzdem Gefühle auslösen. Die Tiere reagieren sehr unterschiedlich: Das Känguru ist sofort tief involviert, bewertet, kritisiert, jubelt an Stellen, schimpft an anderen und erklärt mindestens einmal die Weltlage anhand von Prozentpunkten. Der Hai dagegen lobt vor allem den demokratischen Prozess – die öffentliche Auszählung, die Ordnung, die Transparenz – und ist erstaunlich zufrieden, dass „es funktioniert hat“.

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Stinkerle, der Hai und die Hauszentrale mit Größenwahn
26. Februar 2026 Sonnig Frühling

Stinkerle, der Hai und die Hauszentrale mit Größenwahn

Am Donnerstag ist die neue Hauszentrale nicht mehr nur ein hübsch leuchtender Holz-PC im Wohnzimmer – sie läuft. Stinkerle und der Hai haben sie als Server aufgesetzt, mit ordentlicher Struktur, ersten Diensten und einer Begeisterung, die schnell in Zukunftspläne kippt. Bald diskutieren alle mit: Was soll automatisiert werden, was lieber nicht, und ab wann wird aus Komfort eigentlich milde Tyrannei? Manche Ideen sind praktisch, manche absurd, manche verdächtig känguruhaft.

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Der Hai und die Wahlbenachrichtigung
24. Februar 2026 Sonnig Frühling

Der Hai und die Wahlbenachrichtigung

Am Dienstag beginnt alles ganz gewöhnlich: Der Hai holt pünktlich die Post rein, sortiert sie am Küchentisch und verteilt sie mit der Ernsthaftigkeit eines kleinen Ministeriums. Ein paar Briefe für Odin, ein ordentlicher Stapel fürs Büro des weißen Tigers – und dann liegt plötzlich eine Wahlbenachrichtigung dazwischen. In Hessen stehen Wahlen an, und nach einer neuen Verordnung dürfen nun auch Haushalte wie der im Flanellweg offiziell wählen gehen. Für den Hai ist das ein feierlicher Moment mit Verwaltungsglanz. Für das Känguru hingegen ein politischer Problemkomplex mit mindestens acht Nebenwidersprüchen.

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Kroko und die Aschermittwochs-Kräppel
18. Februar 2026 Schnee Fasching

Kroko und die Aschermittwochs-Kräppel

Am Mittwoch ist Aschermittwoch. Der Ort wird wieder leiser, als würde jemand nach dem Karneval die Farben vorsichtig zurück in die Schublade legen. Doch im Flanellweg gilt eine besondere Regel: Ruhe darf sein – aber Trost auch. Kroko schaut auf die neue Fritteuse wie auf ein Werkzeug gegen graue Tage und beschließt, dass ein Ende der Fastnacht nicht automatisch ein Ende der Freude bedeutet. Er setzt frischen Hefeteig an, lässt ihn gehen, formt Kräppel (Berliner) und frittet sie in goldenem Sonnenblumenöl aus, als würde er ein kleines, duftendes Feuerwerk machen – nur ohne Rauch. Für jeden gibt es eine andere Füllung: klassisch, fruchtig, schokoladig, und natürlich eine, die das Känguru „ideologisch begründet“ besonders laut lobt. Am Ende sitzen alle vor dem Kamin, die Finger leicht pudrig, das Herz warm, und selbst der Hai muss zugeben: Manche Dinge kann man nicht katalogisieren – man muss sie einfach essen.

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Der Waschbär und die Süßigkeiten-Schneise
17. Februar 2026 Windig Fasching

Der Waschbär und die Süßigkeiten-Schneise

Am Dienstag ist Fastnacht – und der Ort wirkt, als hätte jemand heimlich die Farbsättigung hochgedreht. In der Hauptstraße zieht der Umzug vorbei: Musik, Kostüme, Wagen, Konfetti, und dieses ganz besondere Dorfgefühl, wenn alle gleichzeitig so tun, als wäre das Leben leicht. Einige Tiere machen sich zusammen auf den Weg, warm eingepackt und mit Stoffbeuteln bewaffnet. Der Waschbär ist sofort in seinem Element, das Känguru politisiert schon beim Loslaufen, und der Hai trägt – natürlich – eine kleine Sammelliste, „damit wir später wissen, was wir haben“. Am Ende kommen sie mit einer erstaunlichen Menge Süßigkeiten nach Hause, als hätten sie eine Schatzsuche gewonnen. Und während draußen noch „Helau!“ durch die Luft weht, wird drinnen im Kaminlicht inventarisiert, getauscht und gelacht – bis selbst die Küchenkatzen kurz so aussehen, als würden sie über ein Gummibärchen nachdenken.

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Das Känguru und die Rosenmontags-Sitzung
16. Februar 2026 Schnee Fasching

Das Känguru und die Rosenmontags-Sitzung

Am Montag ist Rosenmontag – und obwohl das hessische Dorf am Feldrand normalerweise eher „ruhig, gemütlich, Kamin“ kann, beschließen die Tiere: Heute wird’s bunt. Im Wohnzimmer entsteht eine Karnevalssitzung mit selbstgebastelter Bühne, Luftschlangen, Tee *und* Sekt (für die, die alt genug und mutig genug sind). Das Känguru hält eine Büttenrede, die so politisch wird, dass sogar der Hai kurz überlegt, ob er einen Ordnungsruf aussprechen muss. Und Stinkerle, natürlich, hat eine Konfettikanone gebaut – eine von diesen Erfindungen, die entweder genial oder katastrophal sind, oft beides. Am Ende ist das Wohnzimmer voller Konfetti, die Stimmung voller Lachen, und selbst die Küchenkatzen schnurren im Takt, als hätten sie ihr ganzes Leben auf eine Sitzung vor dem Kamin gewartet.

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Stinkerle und die Rasenwalze des Neuanfangs
11. Februar 2026 Schnee Winter

Stinkerle und die Rasenwalze des Neuanfangs

Am Mittwoch ist es draußen ungewöhnlich warm. Der Schnee zieht sich zurück, als hätte er plötzlich Termine, und über dem Feld hört man erste Vögel, die nach Norden ziehen – ein dünner, lebendiger Faden am Himmel. Das Tauwetter macht den Waschbär melancholisch: Er mag den Winter als Bühne, als stilles Kunstwerk. Das Känguru dagegen freut sich offen auf den Frühling und erklärt, dass Hoffnung manchmal einfach „Sonne auf Fell“ ist. Während die einen in Gefühlen baden, treten Hai und Stinkerle in ein anderes Element: Der Rasen ist vom Frost uneben geworden, jetzt ist alles weich, nass, formbar – perfekt für eine kleine, etwas übertriebene Rettungsaktion...

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Das Känguru und die erste Wintersonne
05. Februar 2026 Sonnig Winter

Das Känguru und die erste Wintersonne

Am Donnerstag liegt zum ersten Mal seit Wochen ein anderer Ton in der Luft: Anfang Februar – und die Sonne fühlt sich nicht mehr nur wie eine Erinnerung an. Das Känguru spürt die Strahlen auf dem Fell, als es in seiner Wohnzimmer-Hängematte hängt und den Blick durch das Fenster schweifen lässt. Draußen beginnt der Schnee ganz leicht zu arbeiten: ein bisschen Schmelzen am Tag, ein bisschen Glanz, ein bisschen Tropfen – und am Abend friert alles wieder fest. Der Hai sieht sofort, was das bedeutet: Glättegefahr. Es wird gestreut, schnell und gründlich… vielleicht sogar ein bisschen zu gründlich. Denn als sie im Übereifer auch die Terrasse behandeln, entdecken sie etwas, das sonst unbemerkt geblieben wäre: Der Terrassenhafen ist undicht...

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Kroko und der Schnitzel-Samstag
31. Januar 2026 Sonnig Winter

Kroko und der Schnitzel-Samstag

Am Samstag riecht das Haus schon morgens nach Vorfreude. Kroko steht an seiner Siebträgermaschine wie an einem kleinen Altar: erst Kaffee, dann Konzentration, dann das zufriedene Brummen, wenn alles stimmt. Denn heute ist Schnitzel-Samstag – ein inoffizieller Feiertag im Flanellweg, den Kroko sehr ernst nimmt. Er war am Vormittag beim Metzger Wolf und kommt mit bestem Fleisch zurück, bereit für große Pfannen, große Portionen und große Freude. Und weil Kroko sich ja kürzlich eine echte Fritteuse gegönnt hat, wird der Tag knuspriger als je zuvor: Pommes, Kroketten, alles frisch und goldig. Für Uschi gibt es frittiertes Gemüse, damit auch ihre Welt „Knusper“ darf. Und als Krönung: eine Cognac-Sauce nur fürs Känguru – das daraufhin kurz so gerührt ist, dass es fast leise wird. Fast.

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Das Känguru und der Schnabulierschrank
30. Januar 2026 Sonnig Winter

Das Känguru und der Schnabulierschrank

Am Freitag passiert im Flanellweg ein kleiner Notfall, der sich politisch tarnt: Dem Känguru gehen die Schnapspralinen aus. In der Küche findet sich keine Nachlieferung, im Schokoladenschrank stehen nur noch „andere Dinge“ – respektabel, aber ohne den nötigen rebellischen Biss. Zum Supermarkt zu hüpfen ist dem Känguru allerdings zu unerquicklich, und so sucht es Odin auf. Dabei gerät es zum ersten Mal in dessen Einliegerwohnung im Souterrain...

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Stinkerle und der kalte Montag
19. Januar 2026 Sonnig Winter

Stinkerle und der kalte Montag

Nach einer Nacht, die so frostig war, dass selbst der Flanellweg knisterte, fühlt sich der Montag im Haus falsch an: Der Kamin brennt zwar tapfer – aber die Wärme bleibt im Wohnzimmer stecken. In den Fluren ist es kühl, die Heizkörper sind stumm, und das Wasser aus dem Hahn ist so kalt, dass Uschi beim Händewaschen kurz „Oho!“ macht. Der Hai wird nervös, Kroko brummt, und das Känguru erklärt die Lage natürlich sofort politisch. Stinkerle hingegen wird still – dieses technisch-ruhige Still – und verschwindet mit dem Waschbär in den Keller. Unten wartet die Heizung wie ein beleidigtes Tier, das man nur richtig ansprechen muss.

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Mozart und die stillen Nachmittage
17. Januar 2026 Schnee Winter

Mozart und die stillen Nachmittage

Am Samstag ist das Haus so ruhig, dass man das Knistern des Kamins wie eine Sprache versteht. Draußen liegt Winter über dem Garten, drinnen liegen Decken über Knien – und Mozart sitzt in seinem Sessel, als wäre er schon immer dort gewesen. Er holt alte Texte aus der Lounge: Wintergedichte, Notizen, ein paar Seiten aus vergilbten Büchern, die nach Holz und Zeit riechen. Während die anderen erst nur „nebenbei“ zuhören, werden die Sätze langsam schwerer – nicht traurig, sondern wahr. Es geht um Vergänglichkeit, um den Wert von stillen Tagen, um Wärme, die nicht laut sein muss. Und irgendwann hält das ganze Haus inne, sogar der Hai, sogar das Känguru.

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Das Känguru und die Januarmelancholie
14. Januar 2026 Bedeckt Winter

Das Känguru und die Januarmelancholie

Am Mittwoch hängt das Känguru in seiner Winterhängematte im Wohnzimmer und starrt in den grauen Nachmittag, als würde er persönlich beleidigen. Der Januar ist kurz, das Licht knapp, der Tag fühlt sich an, als hätte er keine Lust. Normalerweise würde das Känguru dagegen anreden – politisch, laut, mit Schnapspralinen als Trostargument. Doch heute ist es stiller. Nicht traurig im dramatischen Sinn, eher… schwer.

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Das Känguru und die drei Könige aus dem Flanellweg
06. Januar 2026 Schnee Winter

Das Känguru und die drei Könige aus dem Flanellweg

Am Dienstag, dem 6. Januar, entdeckt das Känguru, dass heute „Heilige Drei Könige“ ist – und beschließt sofort, dass dies der perfekte Tag für eine Mischung aus Bibelwissen, Dramaturgie und ein bisschen Prahlerei ist. Es schwingt die Mao-Bibel im Beutel wie ein Requisit und behauptet nebenbei, es sei natürlich auch Bibel-Experte. Mozart hört eine Weile geduldig zu – und korrigiert dann so sanft, dass es trotzdem piekst. Der Hai will wissen, ob das ein Feiertag mit Vorschriften ist. Uschi sucht Kerzen. Stinkerle baut fast ein Weihrauchgerät.

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Der Hai und der Satire-Tag
30. Dezember 2025 Schnee Neujahr

Der Hai und der Satire-Tag

Am vorletzten Tag des Jahres will der Hai eigentlich nur eins: noch mehr Western. Staub, Hüte, klare Regeln – das beruhigt ihn. Doch das Fernsehprogramm hat andere Pläne und spült ihn in einen Thementag namens „Satire“. Als das Känguru das mitbekommt, ist es, als hätte jemand einen Schalter umgelegt: Plötzlich wird aus dem ruhigen Wohnzimmer eine kleine Diskussionsbühne. Der Hai versucht, Satire wie ein Verwaltungsdokument zu verstehen. Das Känguru erklärt sie wie eine Weltanschauung.

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